Eukalyptus (Eucalyptus globulus) stammt aus Australien, wo er zu hohen Bäumen mit langen, silbergrünen Blättern heranwächst. Heute wird er auch in Spanien, Portugal, Brasilien, Kalifornien, Russland und China angebaut und gehört zu den am häufigsten destillierten Pflanzen der Welt.
Für die Destillation verwendest du die Blätter und die jungen, dünnen Zweige. Du kannst sie frisch destillieren oder vorher teilweise trocknen lassen. Halb getrocknete Blätter brauchen weniger Platz, sodass mehr Pflanzenmaterial in den Korb passt.
Das Öl ist farblos und sehr dünnflüssig, mit einem frischen, kampferartigen und holzigen Duft. Mit der Zeit wird es langsam hellgelb. Sein Hauptbestandteil ist Cineol, auch Eukalyptol genannt, das dem Eukalyptus seinen klaren, durchdringenden Charakter gibt. Pinen, Limonen und Terpinen runden den Duft ab.
Eukalyptus ist in der Destille großzügig. Die Blätter sind reich an Öl, sodass schon eine kleine Charge meist eine deutliche Schicht auf dem Hydrolat ergibt. Das Hydrolat selbst hat denselben frischen, klaren Duft in sanfterer Form.
Ein praktischer Tipp: Reiße oder schneide größere Blätter klein, bevor du den Korb füllst. So öffnen sich die Öldrüsen und der Dampf strömt gleichmäßig hindurch. Wenn du Zugang zu einem Eukalyptusbaum in einem Garten oder Park hast, frage vor der Ernte um Erlaubnis und nimm nur, was du brauchst.
Hast du schon einmal frisch zerriebene Eukalyptusblätter gerochen? Es ist einer der erfrischendsten Düfte während einer Destillation.